" /> Tour de Corse 2009

Tour de Corse 2009

Korsika per Pedales

`Korsika, das Gebirge im Mittelmeer` - `Mare e Monti`- `Einmal Korsika , immer Korsika` ... über die Insel im Mittelmeer gibt es viele verschiedene Sprüche. Korsika ist "anders" - es ist nicht Italien, nicht Frankreich, nicht Griechenland - und doch hat es von jedem Land ein bisschen. Korsika ist schwer zu beschreiben, man muss die Insel selbst erleben.
Zweimal war ich bisher dort - und jedesmal dachte ich mir, Korsika auf dem Rad zu durchqueren, das möchte ich einmal machen - eine Reise wie diese schwebt mir schon lange vor. Und wer jetzt denkt, ich hatte sie von langer Hand geplant, der irrt: tatsächlich war es ein Spontanentschluss aus einer Laune heraus. Ich sollte meinen Resturlaub abbauen, und wollte in dieser Zeit natürlich etwas unternehmen. Nachdem es von Salzburg aus günstige Direktflüge gibt, viel die Wahl nicht schwer (ich habe auch Sardinien im Auge gehabt).
Hinflug am Sonntag, den 5.7. am späten nachmittag, Rückflug am Sonntag, den 19.7. früh, dazwischen habe ich also 13 Tage Zeit, um die Insel zu erkunden. Eine grobe Tourenplanung habe ich vorher natürlich gemacht - im Wesentlichen ist die geplante Route aufgegangen, nachdem ich ja schon mehrmals mit dem Fahrrad unterwegs war, wußte ich, was ich mir ungefähr zutrauen kann.

Insgesamt habe ich in 13 Tagen knapp 1000km (inkl. nicht augezeichneter Nebenfahrten) zurückgelegt und fast 16000 Höhenmeter überwunden, was zwar sehr viel klingt aber eigentlich gar nicht so viel ist. Ich war meistens eher gemütlich unterwegs, wenn man den ganzen Tag Zeit hat und keiner drängt, kann man es sich einteilen. Die vielen Höhenmeter resultieren daraus, dass es selsbt an der Künste ständig bergab oder bergauf geht: die Küstenstraße verläuft fast immer irgendwo zwischen Meereshöhe und 200m über Normalnull. Da kommen schnell mal 1000 Höhenmeter oder mehr zusammen, selbst wenn kein Pass zu erklimmen war.

Man muss aber sagen, dass es auf Korsika sehr selten wirklich steile Anstiege gibt: meistens geht es moderat bergan, selbst im Gebirge, sodass die Bergfahrten kaum Schwierigkeiten bereiten. Das größte Problem für mich war das Sitzfleisch, der Allerwerteste schmerzte phasenweise schon ganz anständig, gegen Ende der Tour hat sich das allerdings auch gegeben.

Ideale Jahreszeit für eine Radreise wäre sicherlich der Mai oder Anfang Juni, oder aber erst später im September. Dennoch war ich angenehm überrascht: Es war weniger heiß, als ich erwartet habe; es wehte stets ein Wind, zum Biken war es durchwegs angenehm. Es war weniger los, als ich befürchtet habe; die Hauptsaison hatte offenbar noch nicht so richtig begonnen, auf den Campingplätzen fand ich fast immer einen lauschigen Platz. Er war meist weniger Verkehr, als ich angenommen habe; abgesehen von den (roten) N-Straßen war es meist durchaus angenehm oder erträglich.
Mit dem Wetter hatte ich ebenfalls Glück: 2 Wochen schön, kein Regen, lediglich 2 Wolkentage, das Schlimmste war wohl der stürmische Wind am letzten Tag. Alles in allem: eine Reise, die mir wohl noch lange in Erinnerung bleibt!