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Kalkstein/Innervillgraten

lai und gålsch und woaschewol woan mir heia jô in oschttirol

Auch heuer hatten wir wieder unsere eigentlich schon traditionellen "Schitourentage" eingeplant, diesmal ging´s nach Osttirol ins Villgratental, nachdem wir die letzten drei Jahre in Südtirol waren.

Das Villgratental zweigt kurz vor Sillian vom Pustertal ab (siehe Karte) und gilt als Eldorado für Schitourengeher, als eines der schönsten Schitourengebieten Österreichs, und ich meine zu Recht! Die hohe Lage des Weilers Kalkstein erlaubt direkten Aufbruch von der Unterkunft bzw. von Innervillgraten aus mit kurzen Anfahrtsstrecken. Die Gipfelziele beschränken sich meist auf Aufstiege von 1000 bis 1200 Höhenmetern, die meisten Hänge sind nicht zu steil und bieten traumhafte Abfahrten. Die Aussicht ringsum auf die Sextner Dolomiten mit den Drei Zinnen, die Lienzer Dolomiten, auf die Karnischen Alpen und nach Norden auf die Hohen Tauern mit Großvenediger & Co ist grandios und unbeschreiblich (ich hoffe, ich kann davon ein klein wenig mit meinen Bildern rüberbringen).

Als "Basislager" diente uns übrigens das Wirtshaus "Bad Kalkstein" auf 1544m Seehöhe, neben sehr komfortablen Zimmern gab es auch eine Sauna, wunderbare Kost und eine nette Wirtin ;-). Abgesehen davon, dass wir unsere Touren direkt vom Hotel aus starten konnten, ist das wirklich eine empfehlesnwerte Unterkunft!

Damit er nicht mit lauter Deppen am Tisch sitzt, hat uns unser "Schäf" natürlich im Vorfeld wieder mit jeder Menge Informationsmaterial über unseren Urlaubsort versorgt, angefangen von Geographischem und Geologischem, über Geschichtliches (Pest), Historisches und Prähistorisches (Kelten, Römer), bis hin zu den osttiroler Mundarten (woher übrigens auch die Programmüberschrift abgeleitet ist: "mit lai und gålsch und woaschewol hebt un de Språch in Oschttirol") oder berühmten Persönlichkeiten aus Osttirol. Das alles hier wiederzugeben würde den Rahmen des Tourenbuches entschieden sprengen. Allerdings erschien mir das eine oder andere erwähnenswert, daher nachstehend noch einige kurze Hinweise, wer mehr wissen will, findet sicher im Internet einiges darüber).

Mit dem letzten in Österreich erschossenen Wilderer, Pius Walder im Jahre 1982, erlangte die Gemeinde Kalkstein traurige Berühmtheit. Auch wenn die Geschichte umstritten ist (der Pius Walder soll ein unguter Zeitgenosse, der die Bewohner terrorisiert hat, gewesen sein), was bleibt ist der Mythos jahrhundertealter Wilderergeschichten in unserer Zeit.

Interessant ist auch, dass offensichtlich kein Nazi-Fuß jemals den Weiler Kalkstein betreten hat (vielleicht aufgrund der exponierten Lage, der Durchbruch ins Pustertal erfolgte nämlich erst 1956, bis dahin gelangte man ins Villgratental hauptsächlich vom Gsiesertal aus über das 2349m hohe Kalksteiner Jöchl). Jedenfalls befinden sich noch heute an der ehemaligen Dollfuß-Gedächtnis-Schule ein Kruckenkreuz und der Doppeladler, ein Symbol der "Vaterländischen Front".

Blick auf das Kalkstein Tal
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Im Weiler Kalkstein, im Hintergund die Walfahrtskirche Maria Schnee
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Das Grab des Pius Walder
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Die umstrittene  Inschrift
Inschrift
Der Altar der Walfahrtskirche
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Im Inneren der Walfahrtskirche
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Ein Butzenglasfenster der Kirche
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Das Kruckenkreuz und der Doppeladler haben die Nazizeit überstanden
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Nach der Tour geniessen wir einen Radler auf der Sonnenbank unseres Wirtshauses.
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So, genug Geplänkel, nun geht´s aber zum Hauptteil, nämlich unserern Touren:

::Wilde Mander::
Am 1. Tag nahmen wir am Weg nach Kalkstein einen Gipfel am Felbertauern, sozusagen "En Pasant", mit.

::Kalksteiner Jöchl::
Nach der anstrengenden Eingehtour eine kleinere Tour zum Regenerieren

::Toblacher Pfannhorn::
Sozusagen "1. Reihe fußfrei" vor der großartigen Kulisse der Sextner Dolomiten, auf rassigen Nordhängen zurück ins Tal

::Marchginggele::
Eines der wohl beliebtesten Tourenziele im Villgratental

::Rotes Ginggele::
Unsere Abschlusstour mit Frühjahrscharakter