Skitour, Dolomiten, Südtirol, Italien

Fanes Skitourentage 2006

Skitourentage in Südtirol

Sodala, endlich hatte ich Zeit unseren diesjährigen Skitourenausflug, der uns auch heuer wieder (fast schon obligat) nach Südtirol geführt hat, zu dokumentieren. Diesmal gings in die Fanes, und, wer sonst als unser weitgereister "Schäf", sollte das Ziel gewählt haben. Klaus war dereinst als strammer Jüngling vor Ort und half beim Errichten der Fundamente für das Bivako am Monte Castello.

Die alte Faneshütte auf einer Postkarte.

Die Fanesgruppe ist Teil der nördlichen Dolomiten und wird begrenzt durch den Vigilbach, den Fanes-Bach, den Travenanzes-Bach, den Falzaregopass, das Valparolajoch und den Gader-Bach. Flächenmäßig gehört die Fanes großenteils zur Gemeinde Enneberg und ist Teil des Naturparks Fanes-Sennes-Prags. Wer mehr über Fanes erfahren will, dem empfehle ich bei Wikipedia zu blättern. Weiterführende Informationen, zum Beispiel über die Ladiner, den Dolomitenkrieg, die Olympiade 1956 in Cortina, hat uns Klaus in selbstloser schweißtreibender Kleinarbeit zusammengestellt, vielleicht komme ich dazu diese Dokumente aufzubereiten und hier zu ergänzen.


Unsere Touren:
1. Tag: Limospitzen
2. Tag: Monte Castello
3. Tag: 'Backcountry'
4. Tag: Neuner

Panoramablick von der Fanes Hütte

Fanes, das ist kein einzelner Berg, sondern ein ganzes vielgipfliges Gebirge, es ist kein einzelner See, sondern eine ganze Gruppe von Bergseen; trotzdem ist Fanes keine jener landschaftlichen Attraktionen, wie es deren in den Dolomiten so viele gibt, und doch ist Fanes mehr als dies. Dieses Märchenreich mit seinen wenigen Almhütten und den zwei Schutzhütten kann allein schon Weg und Ziel sein. Man muss nicht unbedingt auf einen der umstehenden Gipfel steigen, um die winterliche Pracht von Fanes zu erleben. Allein der zweistündige Anstieg von Pederü herauf, eine einmalig schöne Schiwanderung, genügt, den Zauber dieser tiefverschneiten Urlandschaft voll und ganz zu erleben. Die meisten, die bis zur Faneshütte heraufsteigen, gehen am nächsten Tag weiter, hinauf zu irgendeinem Gipfel. Der Blick von dort über die grenzenlose Weite der winterlichen Dolomiten und die anschließende Abfahrt durch weichen, glitzernden Pulverschnee sind zweifellos die Krönung einer Schitour in der Fanes. Und es ist dann gleichgültig, welcher Berg bestiegen wird, wohin der einzelne seine Spur ziehen mag, all die zahlreichen Möglichkeiten bieten einmalige Erlebnisse. Denn wenn auch am Abend vorher die Hütte überfüllt war, am Morgen darauf findet in der Weite der Fanesberge jeder die große Stille und Einsamkeit." (Hanspaul Menara)